R 107 / C 107
Der Mercedes R107 ist ein zweisitziger Roadster mit auf Wunsch lieferbaren hinteren Notsitzen. Das Schwestermodell Mercedes C107 verfügt gegenüber dem Roadster über einen verlängerten Radstand und ist ein fünfsitziges Coupé mit vollwertigen hinteren Sitzen. Die Wagen gehören zur SL-Baureihe von Mercedes-Benz.
Die SL-Baureihe 107, die 1971 als Nachfolger der sogenannten Pagoden-SL (Baureihe W113) debütierte, begründete mit den Breitband H4-Scheinwerfern und den großen geriffelten Rückleuchten eine neue Designlinie bei Mercedes-Benz. Eine leichte Keilform deutete auf eine verbesserte Aerodynamik hin. Verantwortlicher Designer dieser Serie war erneut Friedrich Geiger, der bereits für die zeitlosen Schöpfungen des 300 SL (einschließlich Roadster) und des vom W111 abgeleiteten Coupés verantwortlich zeichnete.
Mit den Typen 450 SLC und 450 SLC 5.0 bzw. 500 SLC nahm Daimler-Benz Ende der siebziger Jahre an großen Rallyes wie der 30.000 km langen Vuelta à la America del Sud (1977), der Safari-Rallye (1979) und der Bandama-Rallye (1979/1980) teil.
Mittlerweile befindet sich der älteste noch erhaltene R107, ein 350 SL mit der Chassis-Nummer 107043-12-000008 und der Motor-Nummer 116982-12-000001, in der Hand eines Arztes aus Erlangen. Der Wagen ist sandbeigemetallic und wurde am 21. April 1971 in Italien zum ersten Mal zugelassen. Im Dezember 1970 wurde, nach Auskunft der Daimler AG, mit ebenjenem Fahrzeug beim Kraftfahrtbundesamt die ABE für den Typ R107 mit Automatikgetriebe eingeholt.








